KTI Projekt

Forschungs- und Entwicklungsprojekt (F+E) gefördert durch die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes (KTI)

Im Projekt wird ein internetbasierter AAL (Ambient Assisted Living)-Assistent entwickelt. Die Gesamtlösung umfasst ein telemedizinisches Angebot, bestehend aus Telemonitoring kombiniert mit einer individuellen Teleberatung für Menschen in einem technikunterstützten Lebensumfeld (AAL). Die verschiedenen Informationen und Funktionen werden einheitlich in einem Software-Cockpit zusammengefasst, um sämtliche beteiligte Personen optimal in den benötigten Prozessen zu unterstützen.

Wissenschaftlich wird das Projekt begleitet von einem interdisziplinären Forscherteam aus der Telemedizin (USZ), dem Kompetenzzentren Generationen (CCG-FHS) sowie Ambient Assisted Living (IZSG-FHS). Unter Berücksichtigung demografischer Trends, Grenzen der Sozialpolitik und Ressourcen von Pflegeheimen und Wohnpflegeformen werden zentrale Bedürfnis- und Akzeptanzaspekte, Nutzeneffekte sowie erwünschte Wirkungsqualitäten von telemedizinischen Beratungsformen plus Telemonitoring bei älteren Menschen exploriert und evaluiert.

Das geplante Produkt aus dem vorliegenden F+E-Projekt hat zum Ziel, durch die medizinische Betreuung und Beratung „auf Distanz“ das Selbstmanagement, das längere autonome Wohnen (in den eigenen vier Wänden) und die Lebensqualität der älteren Menschen umfassend zu steigern.

Projektlaufzeit: 2 Jahre mit einem Projektvolumen von CHF 1‘101‘712

Forschungs- und Wirtschaftspartner

Forschungspartner

  1. UniversitätsSpital Zürich (USZ), Ärztliche Direktion
    Klinische Telemedizin; Federführender Forschungspartner
    PD Dr. Christiane Brockes, Dr. Sabine Schmidt-Weitmann
  2. Fachhochschule St. Gallen (FHS)
    Innovationszentrum (IZSG-FHS; Kompetenzzentrum AAL-FHS); Beda Meienberger
    Kompetenzzentrum Generationen (CCG-FHS);
    Prof. Dr. habil Ulrich Otto

Wirtschaftspartner

  1. emineo AG, W. Zecchino (Hauptwirtschaftspartner)
  2. Netcloud AG, B. Schumacher
  3. H-Net AG, M. Ziegler
  4. Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule, Alterszentrum Hottingen & Rehalp, M. Fuhrer
Fachbeirat
  1. Prof. Dr. E. Battegay (USZ, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin)
  2. Prof. Dr. J. Blaser (USZ, Zentrum für Klinische Forschung)
  3. Dr. W. Widmer (Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule, Alterszentrum Hottingen & Rehalp)
  4. Th. Zwahlen (emineo AG)
Wesentliche Verantwortlichkeit der Wirtschaftspartner
  1. emineo AG als Hauptwirtschaftspartner ist im Projekt für das Projektmanagement sowie die Produktentwicklung des „AAL-Assistenten“ verantwortlich.
  2. Das Alterszentrum Hottingen ist mitverantwortlich bei der Evaluierung der Bedürfnis- und Akzeptanzaspekte und involviert die MieterInnen aktiv im Projekt.
  3. Netcloud AG ist im Projekt verantwortlich für die Kompetenz „Videolösungen im Gesundheitsbereich“ und unterstützt im Projekt die Konzeption und Realisierung der Lösung aus fachlicher Sicht.
  4. H-Net AG ist im Projekt verantwortlich für die Kompetenz der Vernetzung gemäss eHealth-Strategie Schweiz und unterstützt im Projekt die Konzeption und Realisierung aus fachlicher Sicht.
Wesentliche Deliverables der Forschungspartner sowie USP’s des Projekts
  1. Die im Pilot erfolgende Exploration und Evaluation der zentralen Bedürfnis- und Akzeptanzaspekte sowie Abschätzung von Wirkungsaspekten auf der Basis eines einschlägigen interdisziplinären Mehrmethodendesigns unter Einbezug u.a. von Medizin und Gerontologie.
  2. Telemedizinische Beratung auf drei Kommunikationskanälen (Telefon, Video und Email), mit der Erfassung und Beurteilung von Körperfunktionsdaten sowie die Bereitstellung von persönlichen Daten in einer Software mit virtueller Cockpitfunktion (AAL-Assistent).
  3. Die erstmalige Entwicklung der Kombination von Telemonitoring mit Teleberatung auf der Basis universitärer Kompetenz in einem eng integrierten und interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprozess.
  4. Implementierung einer telemedizinischen Dienstleistung auf universitärem Niveau für Menschen im technikunterstützten Lebensumfeld (AAL) mit spezifischer Ausrichtung des integrierten Angebotes auf die gesellschafts- und marktbezogen hochrelevante Gruppe der älteren Menschen.